Wie Österreich Technologietreiber bei Luftfahrt-Produktionsprozessen wurde

Österreich ist international gefragt, wenn es um effiziente Fertigung von Luftfahrtbauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen geht – ein Resultat umfangreicher Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Forschungs- und Entwicklungskooperationen bei der Herstellung von Composite-Bauteilen führten zur erfolgreichen Positionierung österreichischer Kompetenzen und zu internationaler Vernetzung. So konnte ALPEX Technologies weitreichende Kompetenzen bei Werkzeug- und Formenbausystemen für die Herstellung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen in der Luftfahrt aufbauen.

Die Expertise von Aerospace & Advanced Composites AAC liegt in der Sensorintegration, der Simulation von Harzinfiltrationsprozessen und im Online Monitoring. Das Institut Profactor beschäftigt sich mit Methoden der Qualitätssicherung. An der Montanuniversität in Leoben sind vor allem die Expertise zweier Lehrstühle gefragt:der Lehrstuhl für Verarbeitung von Verbundwerkstoffen beschäftigt sich mit Prozessautomation und Qualitätssicherung bei der Verarbeitung von Faserverbundkunststoff, am Lehrstuhl für Automation forscht man an Algorithmen und eingebetteten cyber-physischen Systemen ("digitalen Zwillingen") für diese Prozesse.

Für viele österreichische Player waren die Bestrebungen von Dr. Horst Schmidt-Bischoffhausen, die deutsche Luftfahrtindustrie mit österreichischen Systempartnern in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammenzubringen, wegweisend.

Der Kompetenzschwerpunkt Fertigungsprozesse lässt sich durch folgenden Innovation Booster illustrieren.

Innovation BoosterIndustrialisierung von Fertigungsprozessen

Der zivile Luftverkehr wird sich voraussichtlich innerhalb der nächsten 15 Jahre verdoppeln. Die Industrie versucht in gleichem Maße die Produktivität bei der Herstellung von Luftfahrzeugen zu steigern, und zwar vor allem durch industrialisierte und intelligente Produktionsprozesse.

ALPEX Technologies ist als Werkzeugsystemlieferant für die Herstellung von Faserverbundbauteilen in zwei Welten zu Hause: Luftfahrt und Automobil. Ein Umstand, von dem beide Branchen profitieren. ALPEX transferiert das in der Luftfahrt gewonnene Composite – Know°How in die Automobilbranche, umgekehrt sind die Automatisierungslösungen der Automobilindustrie für die Luftfahrt von Bedeutung. Dabei ist Forschung und Entwicklung unumgänglich, um die Prozesse zu verstehen und entsprechende Werkzeuge entwickeln zu können. Kooperationen zwischen Forschung und Industrie spielt eine wesentliche Rolle. So kümmert sich auf Forschungsseite etwa Aerospace and Advanced Composites AAC um Sensorintegration und Simulation von Injektions- und Aushärteprozessen. Die Montanuniversität Leoben bringt ihre Kompetenzen in der Optimierung von Verarbeitungsprozessen und Automation ein. Ziel ist es, gemeinsam der ALPEX Luftfahrtindustrie die Möglichkeiten einer industriellen Fertigung aufzuzeigen.

Das ist einzigartig:

  • Weltweit einzigartiges Prozess Know How
  • Kombination von Lösungsansätzen aus dem Luftfahrt- und Automobilsektor
  • Simulation komplexer Anlagen vom Ausgangsprodukt bis zum Bauteil

Darin liegt Entwicklungspotential:

  • Wachsende Nachfrage nach Leichtbau in verschiedenen Branchen und Anwendungen
  • Hohes Potential für Industrialisierung und Automatisierung
  • Digitalisierung von Fertigungsprozessen
  • Know How Transfer aus anderen Branchen

Manchmal muss man die ungeschriebenen Gesetze der Branche brechen, um weiterzukommen.

Bernhard Rittenschober (ALPEX Technologies)

Meilensteine