Mit biobasierten Materialien und Recycling in Richtung Kreislaufwirtschaft

Österreichische Unternehmen entwickelten neue Verbundwerkstoffe auf Basis von Naturfasern und recycelten Carbonfasern.

Durch die Entwicklung von biobasierten Materialien, recycelten oder recyclingfähigen Materialien ist die Luftfahrttechnologie ständig auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit. Die entwickelten Materialien kommen in Flugzeuginnenräumen zum Einsatz. Dadurch liegt der Fokus bei ihrer Entwicklung besonders auf Materialqualitäten wie Optik, Haptik und Brandschutz (Entflammbarkeit).

In einem breiten Konsortium rund um das Kompetenzzentrum Holz wurde im FFG-Projekt BioForS ein neuartiger thermoplastischer Verbundwerkstoff entwickelt bei dem sowohl die Faserschicht (Naturfasern) als auch die thermoplastische Matrix aus 100 % nachwachsenden Rohstoffen (Pflanzenöl) erzeugt werden.

Das FFG-Projekt PIONEER in einem Konsortium rund um FACC erforschte den Einsatz von faserverstärkten PFA-Harzsystemen (Furan-Harz) als bio-basierte Alternative zu heute verwendeten Materialien für Flugzeugkabinen

 Das Transfercenter für Kunststofftechnologie erforschte im FFG-Projekt LUFFI das Recycling von Verbundwerkstoffen, so dass die mit hohem Energieaufwand hergestellten Endlosfasern wiedergewonnen und erneut in einem hochwertigen Verbundwerkstoff für die Luftfahrt eingesetzt werden können. In dem derzeit noch laufenden FFG-Projekt FALCON geht es um die Entwicklung eines Verbundwerkstoffs auf Basis von Hanffasern.

Auch Holzfurnieren und Holzhybridmaterialien werden intensiv auf ihr Potenzial für hochwertige und nachhaltige Gestaltung von Flugzeuginteriors hin untersucht, wobei langjährige, auch in anderen Anwendungen des Leichtbaus (z.B. Automotive) aufgebaute Forschungskompetenzen eine Rolle spielen, die bei Institutionen wie dem Kompetenzzentrum Holz (Linz, St. Veit an der Glan, Tulln) oder dem Wood Vision Lab (Weiz) gebündelt werden.

Relevante FFG-Projekte