Ein Motor für zwei Kraftstoffe

Ein bivalenter Motor erlaubt den Betrieb mit Kerosin, Wasserstoff oder einer Mischung daraus. So werden Emissionen reduziert und der Übergang zur Wasserstoff-Luftfahrt erleichtert.

Auch auf Antriebsebene wird ein neuer Ansatz verfolgt: Austro Engine, die Motorsparte von Diamond in Wiener Neustadt, entwickelt mit der TU Wien und Bosch General Aviation Technology einen sogenannten "bivalenten" Motor. Dieser kann sowohl mit klassischem Flugbenzin (Jet-A1) als auch mit Wasserstoff betrieben werden – oder sogar mit einer Mischung aus beidem. Erste Tests auf dem Prüfstand zeigen eindrucksvolle Werte: bis zu 99 Prozent weniger Kohlenmonoxid und fast 90 Prozent weniger CO₂ im Teillastbetrieb.

Der Trick liegt darin, dass ein kleiner Spritzer Kerosin als Zündhilfe dient, während
der Hauptteil der Energie aus Wasserstoff kommt. Damit lässt sich der Motor auch dort einsetzen, wo es noch keine Wasserstofftankstellen gibt. Für Piloten bedeutet das: volle Flexibilität, aber schon jetzt deutlich geringere Emissionen. Für die Forschung ist es eine wichtige Brücke zwischen heutiger und zukünftiger Luftfahrttechnologie.

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