IceBreaker - Entwicklung von Hybrid-Beschichtungen und elektrothermischen Systemen; validiert an Open Rotor-Prüfständen
Kurzbeschreibung
Ausgangspunkt / Motivation
Herkömmliche Enteisungssysteme sind entweder sehr energieintensiv oder umweltschädlich und schränken damit die sichere Nutzung von Luft- und Fahrzeugtechnologien bei Vereisung ein. Ziel ist es daher, energieeffiziente, umweltfreundliche und zuverlässige Anti-Icing-Lösungen zu entwickeln, die den Betrieb auch unter extremen Witterungsbedingungen ermöglichen.
Ziele
- Entwicklung langlebiger, kostengünstiger und einfach anwendbarer ice-phobic Beschichtungen.
- Verbesserung der energieeffizienten Elektro-Thermal-Eisschutzsysteme sowie Verständnis der Energieanforderungen.
- Verbindung beider Ansätze zu einem hybriden Eisschutzsystem ("passiv + aktiv") inklusive Entwicklung geeigneter Prüf- und Bewertungsmethoden unter realitätsnahen Bedingungen.
Inhalt
Vereisung ist ein bedeutendes Sicherheitsproblem für Flugzeuge und Luftfahrtsysteme, sowohl beim Start/Startbahn-Einsatz als auch während des Flugs. Dieses Projekt zielt darauf ab, energieeffiziente hybride Enteisungssysteme zu entwickeln, die aktive (z. B. elektro-thermische) und passive (z. B. eisabweisende Beschichtungen) Ansätze kombinieren, um einer Enteisung vorzubeugen.
Methodik / Vorgehensweisen
Durch die Entwicklung eines neuartigen SD-Scansystems von F&E-Testmethoden können die Ergebnisse des Projektes unter realistischen Bedingungen getestet werden.
Erwartete Ergebnisse
Erwartet werden neue, energieeffiziente und umweltfreundliche Enteisungstechnologien, die passive (beschichtungsbasierte) und aktive (elektrothermische) Ansätze kombinieren. Dadurch sollen der Energieverbrauch und der Einsatz von Chemikalien deutlich reduziert werden, ohne die Wirksamkeit des Eisschutzes zu beeinträchtigen.
Zudem werden neue Testmethoden zur Charakterisierung von Eisbildung und Haftung entwickelt, um die Leistungsfähigkeit solcher Systeme besser bewerten zu können. Langfristig sollen die Ergebnisse die Grundlage für den Einsatz hybrider Enteisungssysteme in Luftfahrt, Fahrzeugtechnik und Drohnentechnologien schaffen.
Projektbeteiligte
Projektkoordinator
Universität Wien Institut für Funktionelle Materialien und Katalyse
Projektpartner:innen
- Österreichisches Institut für Vereisungswissenschaften in der Luftfahrt (Alls)
- Österreichische Akademie der Wissenschaften
- RTA Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage GmbH
- Villinger GmbH
Kontaktadresse
Institut für Funktionelle Materialien und Katalyse
Universität Wien
Währinger Straße 42
AT-1090 Wien
Tel.: +43 (1) 4277 529 01
E-Mail: secretariat.functionalmaterials@univie.ac.at