FlySIC - Industrial Research to Fly Sustainable, Innovative, and Creative

Das Projekt FlySIC erforscht zukunftsweisende Technologien für einen klimaneutralen Luftverkehr. Im Zentrum steht die Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen Kurzstreckenflugzeugs in innovativer Blended-Wing-Body-Bauweise. Durch die Kombination von Brennstoffzellen und hybridelektrischen Antrieben setzt FlySIC neue Maßstäbe für Energieeffizienz und Emissionsfreiheit, um die österreichische Luftfahrtindustrie nachhaltig für internationale Klimaziele zu rüsten.

Kurzbeschreibung

Ausgangspunkt / Motivation

Die Dekarbonisierung der Luftfahrt ist ein wesentlicher Schritt, um internationale Klimaziele und regulatorische Vorgaben zu erfüllen. Wasserstoff stellt hierfür eine leistungsstärkere Alternative zu rein batterieelektrischen Antrieben dar.

Mit einer acht- bis zehnfach höheren Energiedichte im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien ermöglicht Wasserstoff nicht nur eine höhere betriebliche Effizienz, sondern auch schnellere Betankungszeiten. Das Projekt FlySIC setzt hier an, um die technologischen Grundlagen für eine nachhaltige, wasserstoffbasierte Luftfahrt im regionalen Flugverkehr zu schaffen.

Ziele

  • Entwicklung eines Konzepts für ein nachhaltiges, CO₂-neutrales Kurzstreckenflugzeug, das speziell für Regionalflughäfen optimiert ist
  • Auslegung eines hybridelektrischen Wasserstoffantriebs, der hohe Leistungsdichte, Sicherheit und Skalierbarkeit vereint
  • Optimierung und experimentelle Validierung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in großen Flughöhen
  • Stärkung der österreichischen Wertschöpfungskette und Förderung von Talenten sowie Diversität in der Luftfahrtindustrie

Inhalt

Im Fokus von FlySIC steht die Erforschung eines energieeffizienten „Blended-Wing-Body"-Flugzeugs für bis zu neun Passagiere. Bei dieser innovativen Bauweise gehen Flügel und Rumpf fließend ineinander über, was den Luftwiderstand um 30 bis 50 % reduzieren und mehr Platz für die Integration von Wasserstofftanks bieten soll.

Der Antrieb basiert auf einer Kombination aus Brennstoffzellen und Batteriespeichern, um Reichweite und Leistung optimal auszubalancieren. Ein zentraler Bestandteil ist zudem die Systemintegration unter Berücksichtigung strenger Zertifizierungsstandards (CS-23), um eine zukünftige kommerzielle Nutzung des Flugzeugkonzepts zu ermöglichen.

Methodik/Vorgehensweise

Das Projekt wird als industrielle Forschung durchgeführt, wobei Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Die Methodik umfasst die theoretische Konzeption der Flugzeugarchitektur sowie die experimentelle Untersuchung kritischer Komponenten, wie beispielsweise des Kompressorsystems für den Höhenflug.

Durch Simulationen und Tests wird die Risikominimierung bei der Integration des neuen Antriebsstrangs angestrebt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einhaltung internationaler Sicherheitsnormen und der Ausrichtung an der österreichischen Wasserstoffstrategie, um die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern und eine regionale Wertschöpfungskette aufzubauen.

Erwartete Ergebnisse

  • Ein validiertes Konzept für ein CO₂-neutrales Flugzeug mit Wasserstoffantrieb
  • Nachweis der Leistungsfähigkeit optimierter Brennstoffzellenkomponenten unter realitätsnahen Flugbedingungen

Projektbeteiligte

Projektkoordination

FH JOANNEUM

Projektpartner:innen

  • Oliver Irschitz, Ecodesign und CreativeConsultant
  • Silicon Austria Labs
  • Infineon Technologies Austria
  • HyCentA
  • Meder & Partner Aerospace
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DE

Kontaktadresse

FH JOANNEUM Graz
Alte Poststraße 149
A-8020 Graz
Tel.: +43 (316) 5453 – 0
E-Mail: info@fh-joanneum.at