ALPS-RADAR - Alpine Lifesaving Platform for Situational Risk Assessment and Decision Augmentation in Rescue

Im Rahmen dieses Projekts wird ein System zur automatisierten Flugrisiko­bewertung entwickelt, das Drohnen- und Hubschraubereinsätze in alpinen Rettungs­szenarien unterstützt und sicherer macht. ALPS-RADAR unterstützt die Entscheidungs­findung, indem hochauflösende Wetter­modelle mit KI-gestützter Analyse kombiniert werden, um Flugrisiken sowohl für Drohnen als auch für Hubschrauber zu bewerten.

Kurzbeschreibung

Ausgangspunkt / Motivation

Drohnen bieten großes Potenzial für Rettungseinsätze in alpinen Gebieten, stehen jedoch vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere bei der Bewertung von Wetterrisiken und der Einsatzplanung unter komplexen Umweltbedingungen. Fehlende integrierte Entscheidungsunterstützung erschwert derzeit den sicheren und effizienten Einsatz luftgestützter Systeme.

Ziele

  • Entwicklung eines Systems zur automatisierten Flugrisikobewertung für Drohnen und Hubschrauber
  • Integration hochauflösender Wettermodelle in Entscheidungsprozesse
  • Unterstützung von Einsatzkräften durch automatisierte, ganzheitliche Risikoanalysen
  • Bereitstellung eines prototypischen Werkzeugs für operative Anwendungen

Inhalt

Kern des Projekts ist die Kombination mehrerer hochauflösender Wettermodelle mit KI-gestützter Analyse zur Bewertung von Flugrisiken. Dabei wird das UCM-Wettermodell von UBIMET mit weiteren, speziell für den Alpenraum optimierten Modellen verknüpft. Dabei wird auf dem Vorgängerprojekt "Drone Risk Austria" aufgebaut, indem die UBIMET GmbH ebenfalls involviert war. Das System integriert meteorologische, topografische und regulatorische Einflussfaktoren und berechnet daraus eine ganzheitliche Risikoeinschätzung für luftgestützte Einsätze.

Methodik

Zur Umsetzung wird ein App-Prototyp entwickelt, der eine automatisierte "One-Click"-Risikobewertung ermöglicht.

Für Drohneneinsätze erfolgt die Analyse mit minimaler Dateneingabe durch automatische Integration relevanter Einflussgrößen. Für Hubschraubereinsätze wird eine grafische Benutzeroberfläche bereitgestellt, die Echtzeit-Risikoinformationen statt reiner Wetterparameter visualisiert.

Ergänzend wird ein prozessorientierter Ansatz verfolgt, der die Zusammenarbeit verschiedener Rettungsorganisationen unterstützt und standardisierte Entscheidungsprozesse etabliert.

Erwartete Ergebnisse

Es wird ein einsatznaher Demonstrator erwartet, der eine strukturierte und automatisierte Risikobewertung für alpine Rettungseinsätze ermöglicht. Dadurch sollen Sicherheit und Effizienz erhöht sowie die Integration von Drohnen in Rettungsmissionen verbessert werden.

Gleichzeitig schafft das Projekt die Grundlage für koordinierte, organisationsübergreifende Drohneneinsätze im alpinen Raum. Das Vorgängerprojekt "Drone Risk Austria" konnte bereits einen Webportalprototyp zur Unterstützung einer sicheren Drohnenflugplanung entwickeln, auf dem weiter aufgebaut werden soll.

Projektbeteiligte

Projektkoordination

FH Kärnten - gemeinnützige Gesellschaft mbH

Projektpartner:innen

UBIMET GmbH

Kontaktadresse

FH Kärnten - gemeinnützige Gesellschaft mbH
Europastraße 4
A-9524 Villach
Tel.: +43 (5) 90500-7700
E-Mail: info@cuas.at